Wenn Kinderaugen strahlen, wenn Familien gemeinsam lachen und wenn eine ganze Stadt zusammenkommt, dann entsteht etwas Besonderes. Genau das war beim Kinderfest „Strasburg (Um.) im Märchensommer" rund um die Max-Schmeling-Halle zu erleben.
Wo sonst Spaziergänger den Wall entlanggehen, entstand für einen Tag eine bunte Märchenwelt voller Fantasie, Abenteuer und Begegnungen. Überall wurde gespielt, getanzt, gerätselt, gelacht und gestaunt. Die große Hüpfburgenlandschaft, die liebevoll gestalteten Mitmachstationen, die Kinderkunstausstellung, die großen Seifenblasen von Ella Popella und die vielen märchenhaften Figuren machten diesen Tag für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis.
Hinter all den fröhlichen Bildern und glücklichen Gesichtern steht etwas, das oft nicht auf den ersten Blick sichtbar wird: das Engagement vieler Menschen.
Als Vorsitzende des Fördervereins für Kultur, Bildung und Sport Strasburg (Um.) e.V. durfte ich zu Beginn des Festes viele Dankesworte sprechen. Denn ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre ein solcher Tag nicht möglich gewesen.
Wochenlang wurde geplant, organisiert, aufgebaut, dekoriert, telefoniert, geschrieben, gebastelt und vorbereitet. Mitglieder unseres Vereins, ihre Ehepartner und Familien, zahlreiche Unterstützer, Vereine, Sponsoren, Unternehmen und viele weitere Helfer haben ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Kraft eingebracht. Viele Menschen haben Kuchen gebacken, Materialien organisiert, Fahrzeuge bereitgestellt oder dort geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde.
Gerade solche Tage zeigen, welche Bedeutung ehrenamtliches Engagement für das Leben in einer Stadt hat. Ehrenamt bedeutet nicht nur, Zeit zu schenken. Ehrenamt bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu schaffen und Kindern Erinnerungen zu ermöglichen, die sie oft ein Leben lang begleiten.
Vereine sind das Herzstück vieler Städte und Gemeinden. Sie bringen Menschen zusammen, fördern Talente, schaffen Begegnungen und stärken den Zusammenhalt. Dabei gibt es Vereine, die sich in erster Linie ihren eigenen Mitgliedern widmen. Unser Förderverein hat sich bewusst eine andere Aufgabe gestellt: Wir möchten Angebote für alle Generationen schaffen – für Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene und Senioren. Wir möchten Menschen zusammenbringen, Bildung fördern, Kultur erlebbar machen und Gemeinschaft stärken.
Deshalb war es bemerkenswert zu sehen, wie viele Vereine sich am Märchensommer beteiligt haben. Jeder einzelne Stand, jede Mitmachaktion und jede Idee hat dazu beigetragen, dass dieser Tag zu etwas Besonderem wurde. Aus vielen einzelnen Beiträgen wurde gemeinsam ein großes Ganzes.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung von Professor Knobelmaus. Gemeinsam mit dem Bücherwurm „Immerschlau" soll er künftig Kinder zum Lesen, Schreiben, Rätseln und Entdecken motivieren. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen eingereichten Bilder und Geschichten für das geplante Kinderbuchprojekt. Die Kreativität der Kinder hat gezeigt, wie viel Fantasie und Talent in unserer Region steckt. Die ersten Teilnehmerinnen, Mia und Franzi Sproßmann, lasen ihre selbst verfasste Geschichte öffentlich vor und erhielten dafür großen Applaus. Beide kündigten an, ihre Geschichten weiterzuschreiben und erneut einzureichen.
Bis Ende September können weitere Geschichten und Bilder abgegeben werden. Eine Jury wird anschließend entscheiden, welche Beiträge im ersten gemeinsamen Kinderbuch veröffentlicht werden.
Am Ende dieses Tages blieben viele müde Beine, aber noch mehr glückliche Gesichter. Für uns als Verein war das die schönste Belohnung.
Deshalb möchten wir noch einmal Danke sagen: Danke an alle Vereine, Unterstützer, Sponsoren, Unternehmen, Helferinnen und Helfer. Danke an die Stadt Strasburg (Um.), die Stadtarbeiter und alle Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben. Vor allem aber danken wir den Kindern und Familien, die diesen Märchensommer mit Leben gefüllt haben.
Gemeinsam haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen sich für andere engagieren. Genau darin liegt die Kraft des Ehrenamtes – und genau das macht unsere Stadt besonders.
Text/Foto: Marina Raulin, Vorsitzende Förderverein für Kultur, Bildung und Sport Strasburg (Um.) e.V.

