FESTWOCHE ZUM 775. STADTJUBILÄUM

  anco   Lesezeit: 46 Minuten

festwoche zum 775. stadtjubilÄum

Vier neue historische Tafeln erinnern an den alten Strasburger Marktplatz

 

Im Rahmen der Festwoche zum 775-jährigen Stadtjubiläum wurden in Strasburg (Um.) am 8. September 2025 vier neue historische Informationstafeln eingeweiht. Sie zeigen, wie der Marktplatz vor der Zerstörung im Jahr 1945 einst aussah – mit Hotels, Kaufhäusern, Cafés und Handwerksbetrieben, die das Stadtbild über Jahrzehnte prägten.

Initiator der Tafeln ist der Uckermärkische Heimatkreis Strasburg, der bereits über 30 Tafeln zu Gebäuden, Plätzen und Persönlichkeiten der Stadtgeschichte aufstellen ließ. Dieses Mal kamen gleich vier auf einmal hinzu – ermöglicht durch eine Förderung der Sparkassen-Stiftung Uckermark in Höhe von 5.000 Euro.

„Ohne diese Unterstützung hätten wir das Projekt nicht realisieren können“, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Salitzky bei der Einweihung. Gestaltet wurden die Tafeln in Zusammenarbeit mit Museumsleiterin Lisa Weyer und gefertigt von der Firma Lange Werbung aus Strasburg. Die Stadt genehmigte die Standorte an allen vier Seiten des Marktplatzes.

Die Inhalte basieren auf historischen Stadtansichten, alten Postkarten sowie Materialien aus der Chronik von Erwin Schulz und dem umfangreichen Fotobestand des Sammlers Gerhard Jarmer. „Es war gar nicht so einfach, aus der Vielzahl an Bildern die passende Auswahl zu treffen“, sagte Lisa Weyer. „Aber das Material zeigt eindrucksvoll, wie lebendig die Innenstadt einmal war.“

Auch Bürgermeister Klemens Kowalski zeigte sich beeindruckt: „Wer sich mit der Geschichte unserer Stadt beschäftigt, merkt schnell, wie viel hier einst los war. Diese Tafeln machen sichtbar, was verloren ging – und was uns als Gemeinschaft ausmacht.“

Mit den neuen Tafeln wird der historische Rundgang durch Strasburg weiter ergänzt – ein Stück gelebte Erinnerungskultur zum Jubiläumsjahr 2025.

 

Text: Anne Collier

Fotos: Museumsbeirat

 

Grundstein für das neue Kulturhaus Strasburg (Um.) gelegt
Offenes Haus für Vereine, Jugend und Kultur – Bund fördert mit 1,56 Mio. Euro

 

Mit der feierlichen Grundsteinlegung am 10. September 2025 begann für Strasburg (Uckermark) ein neues Kapitel: Der Bau des Kulturhauses steht für ein offenes, lebendiges Zentrum der Stadt – ein Ort für Begegnungen, Musik, Theater, Ausstellungen, Feiern und Gemeinschaft. Rund 100 Gäste – darunter Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Firmen und Initiativen – waren dabei, als Bürgermeister Klemens Kowalski den Grundstein setzte und eine Zeitkapsel versenkt wurde.

„Wir bauen ein Haus, das Programm nicht verordnet, sondern ermöglicht – für alle Generationen und Initiativen unserer Stadt“, sagte Kowalski. In die Zeitkapsel kamen unter anderem das Strasburger Stadtsiegel, Baupläne, eine Tageszeitung, der Strasburger Anzeiger, Kopien der Baugenehmigung sowie zwei versiegelte Briefe – einer vom Bürgermeister, einer vom Stadtpräsidenten. Auch lokale Vereine und Privatpersonen beteiligten sich mit kleinen Beiträgen.

Das Kulturhaus soll barrierearm, energieeffizient und vielseitig nutzbar sein – für Proben, Premieren, Konzerte, Theateraufführungen, Discos oder Abschlussfeiern. Damit wird es künftig ein zentraler Ort für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Strasburg (Um.).

Förderung und Baufortschritt

Der Bund fördert das Projekt mit 1,56 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in Sport, Jugend und Kultur“. Auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald unterstützt den Neubau. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 6 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

 

Beteiligte Partner
Die Planung übernehmen Baukonzept Neubrandenburg (Objektplanung, Thorsten Haker), Techplan UG (H/S, Roland Josch), das Planungsbüro Ralph Geppert (Elektro) und das Ingenieurbüro König GmbH (Tragwerk). Die Sicherheitskoordination liegt bei Axel Marquardt.

Das erste Bau-Los wird von der BLHW Baupartner GmbH Strasburg (Steffen Litzenberger) gemeinsam mit ATE Görl Strasburg und Blitzschutz Elektro Kamke umgesetzt. Weitere Gewerke übernehmen Holger Schmidt (Elektro), Komesker Haus- und Umwelttechnik GmbH Altentreptow (H/S) und DA Lüftungstechnik Berlin. e.dis und GKU mbH verlegten die notwendigen Leitungen bereits frühzeitig – der Bau liegt im Zeitplan.

 

Mit dem neuen Kulturhaus entsteht in Strasburg (Um.) ein Ort, der Offenheit, Engagement und Gemeinschaft unter einem Dach vereint.

 

Text/Fotos: Anne Collier

 

Den Beitrag zur Ausstellungseröffnung im Museum Strasburg (Um.) am 11.09.2025, welche im Rahmen der Festwoche stattfand, lesen Sie auf Seite X.