Ihre Ideen zur Zukunft unserer Friedhöfe

  anco   Lesezeit: 42 Minuten

ihre ideen zur zukunft unserer friedhöfe

In der Maiausgabe des Strasburger Anzeigers hatte ich gefragt, wie wir uns an unsere Verstorbenen erinnern wollen und wie unsere Friedhöfe in Zukunft aussehen sollen. Auf diesen Aufruf hin haben sich viele von Ihnen gemeldet. Dafür danke ich herzlich. Heute möchte ich Sie informieren, welche Anregungen eingegangen sind.

 

Ein Wunsch zieht sich durch fast alle Zuschriften: pflegeleichte Gräber. Viele Angehörige wohnen heute weit entfernt, in Hamburg, Hannover oder anderswo, und können die Grabpflege kaum noch leisten. Gewünscht werden deshalb Urnenwände und Stelen, wie man sie aus anderen Städten kennt. Wichtig ist den meisten dabei eines: Eine anonyme Bestattung kommt für sie nicht infrage. Der Name soll lesbar bleiben, damit der Gang über den Friedhof eine echte Erinnerung trägt.

 

Eine besonders schöne Idee ist eine Wand der Erinnerung. Auf ihr könnten Namen festgehalten werden, ausdrücklich auch die Namen von Menschen, die bereits anonym beigesetzt wurden. So bekämen Angehörige nachträglich wieder einen Ort, an dem ein Name steht.

 

Genannt wurden außerdem pflegeleichte Gemeinschaftsfelder mit Namenstafeln und gemeinsamem Blumenschmuck sowie eine Baumbestattung in einem eigenen Bereich des Friedhofs. Die klassische Erdbestattung soll selbstverständlich erhalten bleiben.

 

Mehrfach angesprochen wurde auch der Zustand der Wege. Bei Nässe ist es nach wie vor schwer, mit Rollstuhl oder Rollator zu den Gräbern zu kommen. Hier müssen wir die Hauptwege witterungsfester machen. Und schließlich erreichten uns Hinweise, dass auf der pflegeleichten Rasenanlage die geltenden Regeln nicht von allen eingehalten werden. Auch das nehmen wir ernst.

 

Eine Entscheidung steht noch nicht fest. Die eingegangenen Ideen geben wir zunächst in die Verwaltung, damit dort die Machbarkeit geprüft werden kann. Denn einige der Vorschläge sind mit Kosten verbunden und müssen erst gründlich besprochen werden. Danach werden die Ergebnisse der Stadtvertretung zur Beratung vorgelegt. Erst dort fällt die Entscheidung, was wir wann umsetzen.

 

Bringen Sie sich gern weiter ein, schreiben Sie der Verwaltung oder sprechen Sie mich an. Die besten Lösungen finden wir gemeinsam.

 

Klemens Kowalski, Bürgermeister