Strasburg (Um.) gehört zu den Orten, die besonders gefördert werden sollen

  anco   Lesezeit: 2 Minuten

strasburg (um.) gehört zu den orten, die besonders gefördert werden sollen

In Vorpommern wird gerade die Landkarte der Zukunft neu gezeichnet. Der Regionale Planungsverband überarbeitet das Raumentwicklungsprogramm, das festlegt, wie sich die Region in den kommenden Jahren entwickeln soll – wo Versorgung gesichert wird, wo investiert werden soll und welche Räume besondere Unterstützung brauchen.

Strasburg taucht im Zweiten Entwurf an einer bemerkenswerten Stelle auf: Zusammen mit Pasewalk, Penkun, Gützkow, Wolgast und Franzburg/Richtenberg wird die Stadt erstmals als „Ländlicher GestaltungsRaum im regionalen Maßstab" eingestuft. Hinter dem sperrigen Begriff steckt eine Analyse anhand von sieben Kriterien – von der Einwohnerdichte über die Kaufkraft bis zur Zuwanderung. Das Ergebnis: Strasburg (Um.) gehört zu den Nahbereichen in Vorpommern, die bei allen Indikatoren unter dem Durchschnitt liegen.

Was nach schlechten Nachrichten klingt, hat auch eine andere Seite. Denn mit der Einstufung geht ein Auftrag einher: Alle staatlichen Ebenen – Bund, Land, Landkreis – sollen Projekte in diesen Räumen besonders unterstützen. Gleichzeitig bleibt Strasburg (Um.) „Grundzentrum" und damit der zentrale Versorgungsort für die Menschen im Umland. Schule, Arzt, Einkauf, Verwaltung – das alles soll langfristig hier gebündelt bleiben.

Das Programm benennt fünf Bausteine, mit denen Orte wie Strasburg (Um.) stabilisiert werden sollen: bessere Information über die eigene Lage, innovative Lösungen statt starrer Standards, Digitalisierung, Zusammenarbeit zwischen Kommunen und regionale Wertschöpfung. „Es geht nicht darum, ob wir besondere Herausforderungen haben – das wissen wir", sagt Bürgermeister Klemens Kowalski. „Es geht darum, dass wir jetzt die Instrumente bekommen, um damit umzugehen."

Noch bis zum 27. Mai 2026 können Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Verbände zum Entwurf Stellung nehmen. Die Unterlagen sind online abrufbar unter www.rpv-vorpommern.de.

Ihr Bürgermeister

Klemens Kowalski

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