Strasburger Kollektiv IFA e.V. erreicht Platz 48 beim 660-Minuten-Rennen auf dem Lausitzring

  anco   Lesezeit: 4 Minuten

strasburger kollektiv ifa e.v. erreicht platz 48 beim 660-minuten-rennen auf dem lausitzring

Der Strasburger Verein Kollektiv IFA e.V. hat gemeinsam mit dem GDR Custom Rennteam am 660-Minuten-Langzeittest auf dem DEKRA Lausitzring in Sachsen teilgenommen. Die Anreise aus Strasburg erfolgte am Freitag, den 5. Juni 2026. Das Rennteam um Erik Seemann war bereits am Morgen angereist, um bei der technischen Abnahme zu helfen und den grünen Renntrabant abnehmen zu lassen. Von dem Fahrzeug dürfen maximal 31 PS gemessen werden.

Der Trabant wurde im vergangenen Jahr aufgebaut und nahm zum zweiten Mal am 660-Minuten-Rennen teil. Für das Projekt wurden im Vorfeld Spenden gesammelt. Das Team besteht aus vier Fahrern und einem Stammmechaniker.

Das Kollektiv IFA e.V. aus Strasburg unterstützt das Projekt seit 2025. Die Strasburger Firma Folienchirurgie übernahm die Folierung des Fahrzeugs sowie den Druck der T-Shirts und Rennanzüge und trat dabei überwiegend als Sponsor auf.

Am 6. Juni 2026 gingen die drei Fahrer Erik, Stefan und Thomas an den Start. Der vierte Fahrer, Josef, war aus privaten Gründen nur als Besucher und Unterstützer vor Ort. Mehrere Mitglieder des Kollektiv IFA e.V. halfen in der Boxengasse.

Der Startschuss für die 53 Trabants fiel am Samstagmorgen um 8:00 Uhr. Die ersten Stunden verliefen weitgehend störungsfrei. Wegen kleinerer Defekte mussten drei ungeplante Boxenstopps eingelegt werden, die Fahrerwechsel liefen planmäßig.

Im Innenfeld fand ein begleitendes Treffen statt. Die Gesprächsecke „Talk unterm Blech“ wurde von Evey geleitet, zahlreiche Besucher kamen zu Interviews. Beim Simson-Sprintrennen erreichte Antje den vierten Platz.

Im weiteren Verlauf des Rennens verunglückte der grüne Trabant. Fahrer Stefan geriet mit dem Wagen ins Kiesbett, das Fahrzeug stellte sich auf und kippte nach vorn auf das Dach. Der Fahrer wurde von Sanitätern versorgt und blieb unverletzt.

 

Das Fahrzeug wurde anschließend mit erheblichen Schäden zurückgebracht: Die Front war deformiert, nahezu alle Scheiben waren herausgebrochen. Die meisten Scheiben bestanden nicht aus Glas, sondern aus speziellem Kunststoff.

Etwa eine Stunde später startete Stammmechaniker Peter den Motor erfolgreich. Das Team entschied, die letzte Runde zu fahren und den Langzeittest zu beenden. Mithilfe weiterer Teams wurden Ersatzteile montiert sowie Fahrertür und Dach wieder gangbar gemacht. Bei der erneuten technischen Abnahme wurde das Fahrzeug zugelassen; das Team wurde nicht als ausgeschieden gewertet.

Um 18:55 Uhr nahm Fahrer Erik die Abschlussrunden auf. Nach einer Testrunde zur Prüfung der Bremsen absolvierte er eine zusätzliche Runde. Beim Zieleinlauf begleitete das Rennteam des Veranstalters, Keene Pinke Motorsport, den Trabant über eine komplette Runde und hielt andere Fahrzeuge zurück, damit alle gemeinsam in die Boxengasse einfahren konnten. Das Team erreichte Platz 48.

Der Renntag endete mit 120 Litern Gemisch im Verhältnis 1:33, insgesamt 184 gefahrenen Runden und 608 Kilometern Strecke. Die beste Rundenzeit lag bei 2,1454 Minuten. Es gab sieben Boxenstopps, der letzte ungeplant wegen eines durchgescheuerten Zündkabels. Dreimal wurde nachgetankt und fünf Fahrerwechsel durchgeführt, obwohl nur drei vorgeschrieben waren. Die Gesamtfahrzeit betrug 9,18 Stunden.

Die Sektion GDR Custom Racing will erneut am 660-Minuten-Langzeittest auf dem Lausitzring teilnehmen. Im kommenden Jahr sollen mit Nachwuchs aus den eigenen Reihen zwei Fahrzeuge an den Start gehen.

Text/Fotos: Sofie Assmann, Kollektiv IFA e.V.