Der Winterdienst und die Straßenreinigung werden in Strasburg (Um.) ab dem kommenden Jahr teurer. Die Stadtvertretung hat eine neue Satzung mit angepassten Gebührensätzen beschlossen. Vorausgegangen war eine längere Diskussion über die künftige Organisation und Finanzierung dieser Pflichtaufgabe.
Die Verwaltung hatte im Vorfeld mehrere Varianten eingebracht. Ziel war es, die städtischen Ausgaben zu begrenzen und zugleich stärker auf persönliche Verantwortung der Anlieger zu setzen, insbesondere bei Gehwegen und weniger stark genutzten Straßen. Dieses Modell hätte die Gebühren stabiler halten können, fand in den politischen Beratungen jedoch keine Mehrheit.
Die Stadtvertretung entschied sich stattdessen für einen weiterhin verlässlich organisierten Winterdienst mit städtischer Beteiligung. Damit bleibt die Stadt auch künftig in größerem Umfang verantwortlich. Diese Entscheidung bringt allerdings höhere Kosten mit sich, die nun über angepasste Gebühren an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden.
Bürgermeister Klemens Kowalski ordnet den Beschluss als bewusste Abwägung ein: „Es ging nicht darum, die bequemste oder billigste Lösung zu wählen, sondern eine verlässliche. Die Stadtvertretung hat entschieden, dass ein kalkulierbarer Winterdienst für die Menschen vor Ort Priorität hat.“
Die bisherige Gebührensatzung stammte aus dem Jahr 2016. Seitdem haben sich die laufenden Kosten deutlich erhöht, sodass eine Neukalkulation notwendig wurde. Mit der neuen Regelung setzt die Stadt auf Planungssicherheit und klare Zuständigkeiten – verbunden mit der Folge, dass die Gebühren spürbar steigen.

